Technische Dokumentation

Jeder hat bereits mehrfach den Begriff technische Dokumentation gehört und ebenso oft auch eine gesehen, auch wen man sich dessen nicht bewusst war und nicht genau weiß, was dies überhaupt alles beinhaltet.

Technische Dokumentation ist in erster Linie ein allgemeiner Oberbegriff für alle Dokumente sowie auch Unterlagen, welche mit Hilfe Daten und Informationen ein technisches Produkt beschreiben. Der Begriff umfasst die gesamten technischen Unterlagen des vom Hersteller produzierten Produktes. Bei dem Erstellen einer solchen technischen Dokumentation werden zu Beginn die Unterlagen und Dokumente beachtet, welche von der Herstellfirma nach außen geliefert werden. Diese wären beispielsweise Bedienungsanleitungen, Wartungsvorschriften sowie auch Zubehörkataloge. Alle schriftlichen Unterlagen, egal welcher Art, die während des gesamten Produktlebenszyklus von den ersten Planungen und Entwurfsskizzen bis zur dokumentierten Risikobeurteilung und CE-Konformitätserklärung entstehen, müssen aufbewahrt, abgeheftet sowie auch elektronisch archiviert werden. Denn schließlich ist dies das Dokument, welches die Herstellfirma bei eventuellen Konfrontationen als Absicherung nutzen kann.

Unabhängig davon, um was für ein Produkt der unterschiedlichen Klassen 1, 2a, 2b oder auch 3 es sich handelt, eine technische Dokumentation ist immer erforderlich. In dieser wird nämlich die Erfüllung von Standards sowie die jeweiligen grundlegenden Anforderungen nachgewiesen und dient so der Sicherheit des Herstellers.

Basiswissen für technische Dokumentation

Durch die produktbegleitende Dokumentation werden Überprüfungen vieler unterschiedlicher Produkte möglich, ob diese beispielsweise den Anforderungen der Maschinenrichtlinien entsprechen. Neben diesen Richtlinien, kann durch eine solche technische Dokumentation auch überprüft werden, ob der Hersteller alle geltenden CE-spezifischen Anforderungen bzgl. Sicherheit und Gesundheitsschutz berücksichtigt und ausschließlich nach den Richtlinien handelt. Ist eine solche Dokumentation nicht gegeben, kann es schnell zu Komplikationen kommen. Denn eine solche Dokumentation muss in jeder Hinsicht vollständig zu Verfügung stehen, bevor eine Maschine ausgeliefert oder möglicherweise in Betrieb genommen wird und kann aus Gründen wie diesen keinesfalls nachgereicht werden. Nicht selten ist die produktbegleitende Dokumentation jedoch nicht zeitgleich mit dem Produkt fertig. In solchen Fällen, muss erst auf die vollständige Dokumentation “gewartet” werden und eine Ware darf bis dahin nicht ausgeliefert werden.

Technische Dokumentationen dürfen daher keineswegs in Vergessenheit geraten und ausführlich nach vorgegebenen Kriterien erstellt werden, da zuständige Marktüberwachungsbehörden jederzeit Kopien zur Kontrolle einfordern können. Ist die Dokumentation eines Produktes also nicht vorhanden, fehlerhaft, unübersichtlich oder nicht vollständig aufgelistet, so kann dies zur Haftung des Maschinenherstellers führen. Dies liegt andererseits auch daran, dass ohne diese technische Dokumentation das Anbringen eines CE-Zeichens nicht gestattet ist.

Ein weiteres Kriterium bei der richtigen Dokumentation ist, dass alles in der Amtssprache der Europäischen Union schriftlich festgehalten werden muss. Geht es um Bedienungsanleitungen, herrscht hier eine andere Reglung. Diese muss in einer Amtssprache der EU sowie in der Sprache des Nutzers vorhanden sein. Von besonderer Wichtigkeit ist auch das Konzept. Je größer die Produktpalette, desto höher sind auch die Ansprüche an die technische Dokumentation.

Bei gleichartigen Maschinen in Serienfertigung muss eine einmalige, sorgfältig und vollständig erstellte Dokumentation später kaum nachbearbeitet werden, da es dasselbe Produkt ist. Bei Sondermaschinen sowie auch speziellen und individuell nach Kundenwunsch gefertigten Produkten muss auch die Dokumentation dementsprechend individuell erfasst und auf das Produkt zugeschnitten werden.

Allein anhand der aufgelisteten Kriterien wird deutlich, dass eine solche produktbegleitende Dokumentation nicht leicht zu erstellen ist, da schnell Fehler entstehen können, welche oftmals schwere Konsequenzen nach sich ziehen können. Lassen sie sich dabei also von Profis helfen und recherchieren Sie mehr dazu im Internet.

Freifunk mit Ubiquiti UniFi AP

Freifunk.net

Inhalt

Was ist Freifunk.net?

Die Initiative Freifunk.net ist ein nicht-komerzielles, gemeinschaftliches Projekt vieler Freiwilliger, die sich zum Ziel gesetzt haben ein unabhängiges und dezentrales WLAN-Netzwerk aufzubauen, welches von Jederman frei zugänglich, unzensiert und anonym verwendet werden kann und außerdem die Netzneutralität wahrt. Die Initiative ist dabei in lokalen Freifunk-Communities organisiert, welche in jeder größeren und kleineren Stadt anzutreffen sind.

Das Freifunk-Netz erstreckt sich bereits über ganz Deutschland und wächst mit jedem Unterstützer ein Stückchen weiter. Ob auch in deiner Nähe schon ein Freifunk-Zugangspunkt ist, über den du ohne Anmeldung einen freien Internet-Zugang bekommen kannst, erfährst du auf der Freifunk-Karte!

Mitmachen darf jeder! Zum Unterstützen der Idee tritt man am besten mit seiner lokalen Freifunk-Community in Kontakt. Dort kann man sich informieren und austauschen und im Regelfall auch einen eigenen, vorkonfigurierten Freifunk-Router ab 20€ beziehen. Schau also einfach vorbei, z.B. bei Freifunk-München!

Freifunk verbindet!

Freifunk Technik

Freifunk ist als Mesh-Netzwerk konzipiert. Das bedeutet, dass sich benachbarte Freifunk-Router (Knoten) automatisch miteinander verbinden. Netzwerk-Pakete werden dann auf ihrem Weg vom Benutzer (z.B. Smartphone) von Knoten zu Knoten weitergeleitet bis sie ihr Ziel (z.B. Wikipedia) erreichen. Um auch in Situationen in denen keine benachbarten Freifunk-Knoten in Reichweite sind einen Zugang zum Freifunk-Netz zu bekommen, betreiben die Freifunk Communities VPN-Gateways. Isolierte Knoten können so über den privaten Internetzugang des Knoten-Betreibers eine verschlüsselte VPN-Verbindung zum restlichen Freifunk-Netz herstellen. Vom VPN-Gateway aus kann – über eine Verbindung ins Ausland – auch das Internet erreicht werden. Auf diese Weise wird geschickt das rechtliche Problem der deutschen Störerhaftung umgangen.

Auf Freifunk-Routern läuft eine speziell angepasste Version der freien OpenWrt Firmware, namens Gluon. Gluon stellt dabei eine stark vereinfachte Web-Oberfläche bereit, welche zum Einrichten und Konfigurieren eines Freifunk-Knotens verwendet werden kann. Außerdem enthält Gluon einen Autoupdater, welcher den eigenen Freifunk-Knoten immer automatisch auf den aktuellen Softwarestand updatet. Für erfahrene Benutzer gibt es zusätzlich die Möglichkeit sich per SSH auf dem Router einzuloggen, um den vollen Funktionsumfang von OpenWrt auszunutzen.

Unterstützte Hardware

Durch die OpenWrt Basis der Freifunk Firmware “Gluon” gibt es eine breite Auswahl an unterstützen Routern. Zu den geläufigsten Modellen zählen Router der Firmen TP-Link und Ubiquiti Networks. Welche Router im einzelnen unterstützt werden erfährt man auf der Website der lokalen Freifunk-Community. Wegen eines sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses (Preis < 20€) erfreut sich der Router "TP-Link TL-WR841N" zur Zeit sehr großer Beliebtheit. Ubnt UniFi APIch habe mich für meinen ersten Freifunk-Knoten für das Modell “Ubiquiti UniFi AP Long Range” (Ubnt UAP-LR) entschieden. Dieser bietet eine sehr gute Reichweite von bis zu 180m, eine leichte Verkabelung dank Stromversorgung über das Netzwerkkabel und wird offiziell von meiner Freifunk-Community (Freifunk-München) unterstützt. Die Freifunk Installation und Konfiguration dieses Routers möchte ich im folgenden exemplarisch für “Freifunk-München” erläutern.

UniFi Router flashen

Nach dem Auspacken und Anschließen des UniFi AP ans lokale Heim-Netzwerk bekommt dieser per DHCP automatisch eine IP-Adresse zugewiesen (<UAP-IP>), welche in der Web-Oberfläche des privaten Internet-Routers (z.B. FritzBox) nachgeschaut werden kann. Mit einem Linux-Computer erfolgt die Installation der Freifunk Firmware (Gluon) auf dem UniFi AP danach in 3 einfachen Schritten:

  1. Via SSH in die original Software des UAP einloggen:
    ssh ubnt@<UAP-IP> #(Passwort: ubnt)
  2. UniFi Factory-Firmware der lokalen Freifunk-Community ins /tmp Verzeichnis des Routers downloaden, z.B.:
    cd /tmp
    wget http://firmware.ffmuc.net/stable/factory/gluon-ffmuc-v2015.2-ubiquiti-unifi.bin
  3. Freifunk-Firmware auf den Router flashen:
    fwupdate.real -m gluon-ffmuc-v2015.2-ubiquiti-unifi.bin -d

Nachdem das Kommando ‘fwupdate.real’ erfolgreich ausgeführt wurde, gibt es das Wort “Done” aus und der Router kann vom Strom-/Netzwerkkabel und vom Heim-Netzwerk (am PoE-Adapter) getrennt werden. (Quelle)

UniFi Router konfigurieren

Anstelle vom Heim-Netzwerk (z.B. FritzBox) sollte der Router jetzt direkt mit dem eigenen Computer verbunden werden. Nachdem das Strom-/Netzwerkkabel wieder angesteckt wurde startet der UniFi AP die neu installierte Freifunk-Firmware im Setup/Config-Mode. Alternativ erreicht man den Config-Mode durch drücken der Reset-Taste für ca. 3 Sekunden. Den Config-Mode kann man daran erkennen, dass die grüne LED des Routers blinkt (ca. 1x pro Sekunde).

Gluon Web UIIm Config-Mode hat der UAP die IP-Adresse 192.168.1.1 und betreibt einen DHCP-Server, so dass der eigene Computer automatisch eine IP-Adresse aus dem Bereich 192.168.1.x/24 zugewiesen bekommen sollte. Alternativ kann dem eigenen Computer auch manuell eine IP-Adresse aus diesem Bereich gegeben werden (z.B. 192.168.1.100). Steht die Verbindung zwischen Computer und Router, kann die Gluon Web-Oberfläche auf http://192.168.1.1 erreicht werden.

Die Gluon Web-Oberfläche stellt verschiedene Felder zum Konfigurieren des Knoten bereit (Name, Kontakt, Geo-Koordinaten, Bandbreitenlimitierung, …) und ist weitgehend selbsterklärend. Nach abschließen der Konfiguration muss der Router nochmals neu gestartet werden. Auch kann er nun wieder mit dem lokalen Heim-Netzwerk verbunden werden, so dass er ggf. übers Internet eine Verbindung zum Freifunk-VPN-Gateway herstellen kann. Der Router startet nun in den Normal-Mode: Die grüne LED leuchtet dauerhaft.

Für erfahrene Benutzer gibt es zusätzlich zum Normal-Mode und Config-Mode auch noch den Failsafe-Mode. Dieser kann erreicht werden wenn im Bootvorgang des Routers mehrfach die Reset-Taste gedrückt wird. Im Failsafe-Mode blinkt die grüne LED sehr schnell (schneller als 1x pro Sekunde). In diesem Modus sind alle Services deaktiviert und der Router ist nur per Telnet/SSH auf 192.168.1.1 zu erreichen.
(Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3)

Viel Spaß mit eurem eigenen Freifunk-Knoten!

GTA04 booting SHR in 17 seconds

Video

This video shows the Openmoko/Goldelico GTA04 booting SHR Linux in 17 seconds.
Note: SHR is not yet optimized for a fast bootup on the GTA04.

Got interrested?

If you’re interrested to participate in this open hardware and free and open source software effort, please jump in:
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Get more information at: www.gta04.org

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