Openmoko: Distributionen

In diesem Post möchte ich euch die von mir getesteten Openmoko-Distributionen etwas näher bringen, meiner Erfahrungen damit erläutern und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Distribution aufzeigen.

Inhaltsverzeichnis

1. Was sind Distributionen

Distributionen für das Openmoko sind wie Betriebssysteme für einen Computer. Es gibt verschiedene (Linux basierte) Distributionen, die auf dem Neo Freerunner installiert werden können. Die verschiedenen Distributionen werden unabhänig von einander entwickelt und haben verschiedene Features, Bugs und Entwicklungs-Status.

2. Om 2007.2

Über
Testzeit: wenige Stunden
Om 2007.2 ist eine der ersten Distributionen, die es für das Neo gab. Sie wird von Openmoko Inc. Entwickelt, ist jedoch seit der Existens von Om 2008.8 etwas veraltet. Diese Distribution wird zur Zeit auf den Neos vorinstalliert. Sie basiert auf GTK+.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Om_2007.2

Vorteile

  • läuft stabil
  • Grundfunktionen funktionieren

Nachteile

  • geringe Paketauswahl
  • schlechtes Energie-Management

3. Om 2008.8

Über
Testzeit: ein Tag
Om 2008.8 ist der Nachfolger von Om 2007.2. Der Codename der Distribution ist ASU (August Software Update). Sie ist die Haupt-Distribution von Openmoko Inc. und soll der Standard für die Neos werden. Sie vereint die GUI-Toolkits GTK+, Qt und ELF durch einen X-Server.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Om_2008.8

Vorteile

  • schnelle Entwicklung
  • große Paketauswahl
  • Paketmanager (GUI), für leichtes Installieren von Paketen
  • Grundfunktionen funktionieren
  • Zusatzprogramme funktionieren
  • unterstützt verschiedene GUI-Toolkits

Nachteile

  • Fehlerbehaftet, durch sehr aktive Entwicklung
  • Energie-Management funktioniert (zur Zeit) nicht (kein Wakeup nach einem Suspend) (seit 20080901 gefixt)

4. Qtopia

Über
Testzeit: zwei Tage
Die Qtopia Distribution ist ein externes Projekt. Sie wird von Nokia entwickelt und ist auch für andere Platformen verfügbar. Sie basiert auf Qt.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Qtopia_on_FreeRunner

Vorteile

  • Grundfunktionen funktionieren generell
  • Einige Zusatzprogramme vorinstalliert (Rechner, Weltzeituhr, usw.)
  • Energie-Management funktioniert

Nachteile

  • einige nervige Fehler in den Grundfunktionen (eingehende SMS werden nicht gleich angezeigt (seit 20080902 gefixt)

5. FSO

Über
Testzeit: bisher nicht getestet
Mit der FSO (freesmartphone.org) Distribution veruscht Openmoko Inc. ein stabiles Back-End für die Openmoko Platform zu schaffen, welches sich an den Standards von freesmartphone.org orientiert. Sie soll mit der Om 2008.8 Distribution (oder einem Nachfolger dieser) zusammengeführt werden, sobald sie ein stabiles Back-End bietet.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/OpenmokoFramework

6. Debian

Über
Testzeit: bisher nicht getestet
Die Debian Distribution ist vom Debian Projekt und bringt das komplette Debian-Linux , incl. allen Paketen auf das Neo Smartphone.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Debian, wiki.debian.org/DebianOnFreeRunner

7. SHR

Über
Testzeit: bisher nicht getestet
Die SHR (Stable Hybrid Release) Distribution ist ein von der Community entwickeltes Projekt, welches zum Ziel hat, die Vorteile aller verschiedenen Distributionen in einer Distribution zu vereinigen.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Stable_Hybrid_Release

8. Fazit

Für Leute die “einfach nur telefonieren” wollen ist, ist noch keine der Distributionen geeigent. Doch für Leute die gerne etwas experimentieren und ein wenig Linux-Erfahrung mitbringen, ist der Freerunner und das Openmoko-Projekt – meiner Meinung nach – ein nettes Spielzeug =).
Mein aktuelles Setup ist (nach drei Tagen):
Qtopia als Hauptsystem zum telefonieren und simsen auf den Flash-Speicher des Freerunner geflasht und Om2008.8 als Dualboot von der Micro-SD Karte um immer mal wieder den aktuellen Entwicklungsstand zu testen.

Creative Commons Lizenzvertrag

1 thought on “Openmoko: Distributionen

Comments are closed.

Bad Behavior has blocked 3647 access attempts in the last 7 days.