Archive of August 2008


Sat 30 Aug

Openmoko: Distributionen

In diesem Post möchte ich euch die von mir getesteten Openmoko-Distributionen etwas näher bringen, meiner Erfahrungen damit erläutern und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Distribution aufzeigen.

Inhaltsverzeichnis



1. Was sind Distributionen


Distributionen für das Openmoko sind wie Betriebssysteme für einen Computer. Es gibt verschiedene (Linux basierte) Distributionen, die auf dem Neo Freerunner installiert werden können. Die verschiedenen Distributionen werden unabhänig von einander entwickelt und haben verschiedene Features, Bugs und Entwicklungs-Status.

2. Om 2007.2


Über
Testzeit: wenige Stunden
Om 2007.2 ist eine der ersten Distributionen, die es für das Neo gab. Sie wird von Openmoko Inc. Entwickelt, ist jedoch seit der Existens von Om 2008.8 etwas veraltet. Diese Distribution wird zur Zeit auf den Neos vorinstalliert. Sie basiert auf GTK+.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Om_2007.2

Vorteile

  • läuft stabil

  • Grundfunktionen funktionieren

Nachteile
  • geringe Paketauswahl

  • schlechtes Energie-Management

3. Om 2008.8


Über
Testzeit: ein Tag
Om 2008.8 ist der Nachfolger von Om 2007.2. Der Codename der Distribution ist ASU (August Software Update). Sie ist die Haupt-Distribution von Openmoko Inc. und soll der Standard für die Neos werden. Sie vereint die GUI-Toolkits GTK+, Qt und ELF durch einen X-Server.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Om_2008.8

Vorteile

  • schnelle Entwicklung

  • große Paketauswahl

  • Paketmanager (GUI), für leichtes Installieren von Paketen

  • Grundfunktionen funktionieren

  • Zusatzprogramme funktionieren

  • unterstützt verschiedene GUI-Toolkits

Nachteile
  • Fehlerbehaftet, durch sehr aktive Entwicklung

  • Energie-Management funktioniert (zur Zeit) nicht (kein Wakeup nach einem Suspend) (seit 20080901 gefixt)

4. Qtopia


Über
Testzeit: zwei Tage
Die Qtopia Distribution ist ein externes Projekt. Sie wird von Nokia entwickelt und ist auch für andere Platformen verfügbar. Sie basiert auf Qt.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Qtopia_on_FreeRunner

Vorteile


  • Grundfunktionen funktionieren generell

  • Einige Zusatzprogramme vorinstalliert (Rechner, Weltzeituhr, usw.)

  • Energie-Management funktioniert


Nachteile
  • einige nervige Fehler in den Grundfunktionen (eingehende SMS werden nicht gleich angezeigt (seit 20080902 gefixt)

5. FSO


Über
Testzeit: bisher nicht getestet
Mit der FSO (freesmartphone.org) Distribution veruscht Openmoko Inc. ein stabiles Back-End für die Openmoko Platform zu schaffen, welches sich an den Standards von freesmartphone.org orientiert. Sie soll mit der Om 2008.8 Distribution (oder einem Nachfolger dieser) zusammengeführt werden, sobald sie ein stabiles Back-End bietet.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/OpenmokoFramework

6. Debian


Über
Testzeit: bisher nicht getestet
Die Debian Distribution ist vom Debian Projekt und bringt das komplette Debian-Linux , incl. allen Paketen auf das Neo Smartphone.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Debian, wiki.debian.org/DebianOnFreeRunner

7. SHR


Über
Testzeit: bisher nicht getestet
Die SHR (Stable Hybrid Release) Distribution ist ein von der Community entwickeltes Projekt, welches zum Ziel hat, die Vorteile aller verschiedenen Distributionen in einer Distribution zu vereinigen.
Informationen: wiki.openmoko.org/wiki/Stable_Hybrid_Release

8. Fazit


Für Leute die “einfach nur telefonieren” wollen ist, ist noch keine der Distributionen geeigent. Doch für Leute die gerne etwas experimentieren und ein wenig Linux-Erfahrung mitbringen, ist der Freerunner und das Openmoko-Projekt – meiner Meinung nach – ein nettes Spielzeug =).
Mein aktuelles Setup ist (nach drei Tagen):
Qtopia als Hauptsystem zum telefonieren und simsen auf den Flash-Speicher des Freerunner geflasht und Om2008.8 als Dualboot von der Micro-SD Karte um immer mal wieder den aktuellen Entwicklungsstand zu testen.



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Fri 29 Aug

Mein Neo Freerunner ist da.

Ich hatte meinen Neo Freerunner am 26.08.2008 bei Trisoft und am Morgen des 28.08.2008 kam das Päckchen schon hier an. Ich bin begeistert!
Enthalten waren ganz normal:


  • Freerunner

  • 512 Micro-SD Karte + Adapter

  • Akku

  • Lade-Kabel + Länderstecker

  • USB-Kabel



Außerdem waren auch noch die Openmoko-Hülle und ein Headset mit im Paket, diese Dinge schick FIC mit zu den Händlern, solange der Vorrat reicht und Trisoft schickt sie mit zu dem Kunden.

Ich habe das ganz fotografisch dokumentiert:
[gallery]



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Tue 26 Aug

Openmoko ich komme!

Ich habe mir gerade den Neo Freerunner vom Openmoko-Projekt gekauft und werde hoffentlich bald davon berichten können.

Inhaltsverzeichnis


1. Beschreibung


Openmoko™ ist ein Open Source Project, welches unter der GPL und LGPL Lizenz steht. So ist die Idee von Openmoko, den weltweit ersten vollständig offenen Mobiltelefon-Software Stack zu entwickeln.

Das Ziel von Openmoko ist die Entwicklung der weltweit ersten freien mobilen Plattform, die vollständig auf dem X-Server läuft und die meisten X-Anwendungen unterstützt. Sie können somit eine beliebige Software installieren, was einen enormen Vorteil für den Endanwender darstellt, da er nicht mehr ein neues Gerät kaufen muss, wenn er eine zusätzliche Funktionalität benötigt. So können Sie das Telefon nach Ihren Wünschen erweitern.

2. Interssante Projekte


ReMoko:
ReMoko ist eine Remote Maus/Tastatur/Gamepad usw… ReMoko verbindet sich via Bluetooth mit dem PC und man kann diesen dann über das Smartphone steuern.



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Thu 14 Aug

freier Nvidia Treiber: Nouveau

Ich habe Gestern – nach langer Zeit mal wieder – nach dem Nouveau-Projekt geschaut. Das Projekt entwickelt den xf86-video-nouveau Treiber. Ziel des Projekts ist es, einen OpenSource 3D-Grafiktreiber für alle Nvidia-Grafikkarten zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung


Um den freien Treiber des Nouveau-Projekts zu testen habe ich mir das ganze auf meinem Archlinux System installiert. Da dieser Prozess nicht sehr einfach war, möchte ich die Installation und die Funktion des Treibers auf meiner GeForce Go 7300 (G72M Chipsatz) hier beschreiben.

Mein Chipset:


Nouveau erkannte auf meinem System nicht den G72M- sondern einen NV46 Chipsatz. Ich fragte deshalb im IRC in #nouveau auf irc.freenode.net – dem Entwickerchannel von Nouveau – nach und es stellte sich herraus, dass der Name G72M nur ein Marketing Trick von Nvidia ist und meine GeForce Go 7300 eigentlich einen NV46 Chip hat.

2. Installation


Die Grundinstallation von Nouveau ist über das AUR sehr einfach. Mit Hilfe des Programms yaourt installiert man Nouveau in den zwei folgenden Schritten:
yaourt -S nouveau-drm-git

yaourt -S xf86-video-nouveau-git

Nachdem die beiden Pakete kompiliert und installiert sind kann man den Treiber durch das Eintragen von nouveau in die xorg.conf in Betrieb nehmen.

xorg.conf Optionen


Es gibt einige wichtige Optionen, die in die /etc/X11/xorg.conf eigetragen werden sollten:
Section “Module”
    Load  “glx”
EndSection

Section “Device”
    Driver      “nouveau”
EndSection

Section “ServerFlags”
    Option      “AIGLX” “off” 
EndSection


nvidia-Treiber


Bei allen, die den proprietären nvidia-Treiber installiert haben, kann es noch zu Problemen mit dem glx-Modul kommen. Um diese Probleme zu umgehen habe ich zwei Scripte geschrieben: Scripte.

3. Scripte


Da ich gerne zwischen dem Nouveau-Treiber und dem proprietären Nvidia-Treiber wechseln möchte habe ich mir zwei kleine Scripte geschrieben. Die Scripte müssen als root und von einer Konsole aus aufgerufen werden.

Switch2Nouveau


Das Script switch2nouveau Kopiert eine xorg.conf.nouveau (hier meine) in die “richtige” xorg.conf und verlinkt /usr/lib/xorg/modules/extensions/libglx.so auf die freie xorg-Version – libglx.xorg.
#!/bin/sh
cp /etc/X11/xorg.conf.nouveau /etc/X11/xorg.conf
cd /usr/lib/xorg/modules/extensions
rm libglx.so
ln -s libglx.xorg libglx.so
/etc/rc.d/gdm restart



Switch2Nvidia


Das Script switch2nvidia Kopiert eine xorg.conf.nvidia (hier meine) in die “richtige” xorg.conf und verlinkt /usr/lib/xorg/modules/extensions/libglx.so auf die proprietäre Nvidia-Version – libglx.so.173.14.12.
#!/bin/sh
cp /etc/X11/xorg.conf.nvidia /etc/X11/xorg.conf
cd /usr/lib/xorg/modules/extensions
rm libglx.so
ln -s libglx.so.173.14.12 libglx.so
/etc/rc.d/gdm restart



4. 3D-Support


Die Version, die ich momentan installiert habe (git-20080813) biete leider keinen Support für 3D/OpenGL Programme. Sobald ich ein Programm starte, welches das glx-Modul benötigt (z.B: glxgears oder glxinfo) stürzt X ab. Da es in älteren Versionen schon Erfolge gab, wie z.B. dass man mit dem Nouveau-Treiber 3D-Spiele wie OpenArena spielen konnte, fragte ich bei den Entwicklern nach. Diese sagten mir dann, dass die 3D-Unterstützung gerade in starker Entwicklung ist und es deshalb zu solchen Fehlern kommen kann.

5. Fazit


Abschließend kann ich sagen, dass das Nouveau-Projekt super Arbeit leistet und dass der freie Nvidia Grafiktreiber schon für den alltäglichen Einsatz zu gebrauchen ist, falls man keinen 3D-Support benötigt. Falls man doch mal 3D-Support benötigen sollte kann man mit meinem kleinen Script switch2nvidia innerhalb weniger Sekundden auf den ClosedSource Treiber wechseln.



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