Google kämpft mit AdWords gegen Terroristen

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass Terrororganisationen wie der IS ihre Mitglieder auch im Internet rekrutieren. Gerade bei jungen Menschen mit wenig Perspektive zeigen die Anwerbungsversuche im Netz Wirkung. So reisen auch aus Deutschland immer mehr in die Kriegsgebiete im mittleren Osten um sich den Terroristen anzuschließen. Dem versucht nun auch der Suchmaschinengigant Google entgegenzuwirken.

Mit Hilfe seiner über AdWords geschalteten Anzeigen will Google den Terroristen im Internet ansagen. Dazu nutzt es ein Werbeprogramm für Non-Profit-Organisationen names Google Ad Grants. Innerhalb dieses Pilotprojekts stellt Google gemeinnützigen Organisationen und Vereinen Anzeigen über die Suche mit Google im Wert von 10000 Dollar zur Verfügung. Daran teilnehmen sollen in Zukunft auch Webseiten zum Thema Anti-Radikalisierung. So sollen Links zu entsprechenden Angeboten als Anzeige bei Google erscheinen, wenn ein Nutzer zum Beispiel nach den Beitrittsmöglichkeiten für eine Terrororganisation sucht. Noch nicht bekannt ist ob und wie Google zwischen einer einfachen Recherche zum Thema Terrorismus und einer realen terroristischen Motivation unterscheiden kann. Fraglich ist aber, ob so eine Unterscheidung überhaupt notwendig ist. Die organischen Ergebnisse, die über die klassische Suche bei Google erzielt werden beeinflusst diese Strategie allerdings nicht. Damit will Google garantieren User in ihrer Freiheit während der Suche nicht eingeschränkt werden.

Das Prinzip von AdWords greift nicht auf die normale Suche bei Google ein

Denn wie auch schon bei den klassischen Anzeigen, die Unternehmen über Google AdWords schalten können, werden die über das neue Ad Grants gezeigten Linkempfehlungen gesondert von den Suchergebnissen dargestellt. Bezahlt wird bei AdWords nicht pro Anzeige, sondern für jeden Nutzer, der eine Webseite über einen durch AdWords angezeigten Link besucht. Dadurch will Google den Erfolg einer AdWords Kampagne garantieren. Wichtig neben den passenden Besucherzahlen ist für das erfolgreiche Nutzen von AdWords zudem das Auswählen der richtigen Keywords. Den nach diesen richtet sich bei welchen Suchanfragen die entsprechenden Anzeigen geschaltet werden. Einen Überblick wie Google AdWords genau funktioniert gibt es hier.

Noch viele Fragen offen

Ob Google die Teilnehmer des Ad Grant Programms auch in Fragen bezüglich der richtigen Keywordplanung berät ist bisher noch nicht bekannt. Auch wie lange das Projekt angelegt ist und wie viele Organisationen Google mit den versprochenen 10000 Dollar ausstattet verrät Google momentan nicht. Die bekannteste Suchmaschine hält sich aber Optionen offen in Zukunft auch bei der normalen Suche auf Mittel der Terrorprävention zurückzugreifen. Zwar sollen keine Ergebnisse aus der Suche entfernt werden, Google plant jedoch die Sichtbarkeit von anti-extremistischen Webseiten in den Suchergebnissen zu verbessern.

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